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Ganzheitliche Praxis

Dr.med.univ.Ursula Povey-Rustler

Entgiften und Entschlacken

„Der schnellste Weg zur Gesundheit ist die Entgiftung”
(Paracelsus)

Der Begriff der „klassischen” Ausleitungsverfahren bezeichnet die Anwendung alter, überlieferter Verfahren der Naturheilkunde.
Hinzu kommen differenzierte neue Verfahren, die in den letzten Jahrzehnten entstanden sind, um spezielle Probleme des modernen Lebens zu bewältigen, beispielsweise die Ausleitung von chemischen Schadstoffen oder Schwermetallen (Amalgam).

Fest steht, dass die Entstehung von Stoffwechselrestprodukten (Schlacken) und Giftstoffen (Toxinen) im Körper ist ein ganz normaler Vorgang ist, auf den unser Körper durch seine Filterorgane und durch seine natürlichen Puffersysteme gut eingestellt ist.
Das Ziel dieser natürlichen Entgiftung ist es, das Blut in seiner Zusammensetzung konstant zu halten und überflüssige Substanzen zur Ausscheidung zu bringen, somit Anlagerungen im Zellgewebe und im extrazellulären Raum (vor allem in extrazellulären Flüssigkeiten) zu verhindern.

Für eine erfolgreiche Entgiftung und „Entschlackung” - also dem Abtransport von übriggebliebenen Stoffwechselprodukten sind die Ausscheidungsorgane von zentraler Bedeutung: Leber, Niere, Darm, Blase und die Haut.

Nicht eingestellt ist unser Organismus auf die vermehrte Zufuhr von Umweltgiften und auf die vermehrte Entstehung von Stoffwechselgiften durch die Zufuhr von zu viel und zu einseitiger Nahrung. Diese Gifte und Schlacken kann der Körper oft nicht entsorgen und lagert sie im passiven Gewebe, wie Fettgewebe, Knochen und Haaren (vor allem Umweltgifte) oder gelöst im extrazellulären Raum an. Die Folge ist demnach eine fortschreitende Verschlackung und Vergiftung des Körpers. Vereinfacht dargestellt legt der Körper demnach also quasi Sondermülldeponien dort an, wo keine Stoffwechselvorgänge stattfinden.

Schadstoffe die unseren Organismus belasten können, sind Substanzen, die als Abfallprodukte bei der Verstoffwechselung von Nährstoffen entstehen, dazu gehören hauptsächlich:
Säuren oder Stoffe, die als Schadstoffe Bestandteil der Nahrung sind. Dazu gehören toxische Spurenelemente: Blei, Cadmium, Quecksilber, Arsen.

Nahrungsbestandteile, die bei der Züchtung/Verarbeitung/Lagerung zugesetzt werden: Nitrat, Pestizide, Arzneimittel, Farbstoffe.

Konservierungsstoffe, Weichmacher aus Verpackungsmaterialien, Benzpyrene in Räucherwaren, Schimmeltoxine, Zinn aus Konserven.

Natürliche toxische Nahrungsbestandteile: Nitrat.

Tägliche Maßnahmen zur Entgiftung können sein:

* 2 bis 3 Liter Wasser und Kräutertee trinken
* ballaststoffreiche Ernährung
* Ernährung über Proteine mit hoher biologischer Wertigkeit
* bedarfsgerechte Ernährung
* ausreichende Zufuhr von Vitalstoffen
* viel Bewegung
* Stressvermeidung

Der durchschnittliche Flüssigkeitsverbrauch pro Tag beträgt:

1,5 Liter werden mit dem Harn ausgeschieden
0,5 Liter gehen über die Haut verloren
0,35 Liter werden mit der Atemluft an die Umwelt abgegeben
0,15 Liter sind im ausgeschiedenen Stuhl enthalten

Ergibt zusammen 2,5 Liter!

Therapeutische Entgiftung erfolgt mit isopathischer Therapie, mit phytotherapeutischen Mittel wie Algen, Bärlauch und Koriander. Zusätzlich kommt die orthomolekulare Medizin (Vitamine, Mineralien) zum Einsatz. Gegebenenfalls wird auch mit dem Chelatbildner DMSA, DMPS behandelt.

Ergänzende Methoden zur Entgiftung sind z.B. Ölziehen, Heubäder, Sauna, Ayurveda-Ölmassage, Dauerbrause, Franz-Xaver-Mayr-Kur.