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Ganzheitliche Praxis

Dr.med.univ.Ursula Povey-Rustler

    SCHRÖPFEN

Darstellungen von Schröpfgläsern sind bereits aus dem alten Ägypten überliefert. Im klassischen Griechenland war das Schröpfen so geschätzt, dass die Schröpfglocke zum Emblem des Arztes wurde.

Durch auf die Haut aufgesetzte Hohlkörper (entweder aus Glas, Kunststoff, Metall oder Bambus) wird ein Sog ausgeübt. Unter dem Sog entsteht eine quaddelartige Schwellung, die innerhalb weniger Stunden wieder verschwindet. Das Schröpfen lässt sich als kräftiger mechanischer Hautreiz auch in die Methoden zur Reflextherapie einreihen. Man unterscheidet zwischen trockenem Schröpfen und blutigem Schröpfen. Beim blutigen Schröpfen wird vor der Anwendung die Haut aufgeritzt, so dass das Blut austreten kann.

Der Schröpfvorgang dauert ca. 20 Minuten. Danach wird das Schröpfglas abgenommen. Nach einer blutigen Schröpfung muss noch eine Wundversorgung mit Verband erfolgen.

Die Schröpfstelle bleibt für einige Tage als „Bluterguss” sichtbar. Die Wirkung dieser Therapiemethode entspricht dem Wiederherstellen des freien QI Flusses in der behandelten Region und dem betroffenen Meridian.